In Schwelm mussten die Gerther im vierten Spiel die vierte Niederlage hinnehmen und stecken damit in akuter Abstiegsgefahr. Von Beginn an waren die Gerther, die ohne Lars Heining, Max Schmidt, Paul Meyer und Fabian Kaiser antreten mussten, im Hintertreffen.
Über eine schnelle 9:2-Führung bauten die Gastgeber den Vorsprung zum Ende des ersten Viertels auf 18:8 aus. „Wir sind nicht gut ins Spiel gestartet, hatten viele Fehler und Unsicherheiten“, resümierte Spielertrainer Heiko Skiba. „Hier merkt man halt, dass gleich drei Starter fehlten und mit Lars Heining jemand, der mal einfache Punkte am Brett machen kann und damit Sicherheit in die Mannschaft bringt.“
TV Gerthe mit Leistungssteigerung im zweiten Viertel
Im zweiten Viertel lief das Spiel dann besser. Der Ball wurde mehr gepasst und immer wieder wurde ein freier Mann gefunden, außerdem erwachte Sebastian Wieczorek und konnte sich einige Male geschickt unter dem Korb durchsetzen. Das Viertel endete 18:18 und zur Pause war beim Stand von 36:26 für Schwelm noch alles drin. Skiba: „Wir konnten in dieser Phase etwas besser aufspielen und haben die Partie offen gestalten können. Hier waren es Daniel Schimpke und Sebastian Wieczorek, die stark spielten. Für das dritte Viertel haben wir uns vorgenommen, den Rückstand unter zehn Punkte zu drücken und uns selbst eine Chance zu holen, die Begegnung zu drehen.“
Schwächen von der Freiwurflinie
Nun waren die Gerther dran, spielten aggressiv in der Verteidigung, kontrollierten den Rebound defensiv und konnten Punkt um Punkt aufholen. In der 27. Minuten war man beim Stand von 49:44 voll im Geschäft. Vier verworfene Freiwürfe ließen die Gastgeber zum Ende des dritten Viertels wieder auf 56:49 davon ziehen. Skiba: „Wir haben ein gutes Viertel gespielt, haben den Rückstand aufgeholt und dann an der Freiwurflinie ein besseres Ergebnis weggeworfen.“
Im Schlussviertel kamen die Gerther in der 33. Minute auf 55:59 heran und waren in Schlagdistanz, dann riss allerdings der Faden bzw. die Kraft war zu Ende. Lediglich ein Punkt konnten die Gerther bis zum Ende der Partie erzielen, während die Gastgeber nun immer wieder an die Freiwurflinie durften und das Spiel mit einem 20:1-Lauf beendeten und am Ende als verdienter Sieger das Feld verließen.
„Wir haben 33 Minuten richtig gut gekämpft, unsere körperliche Unterlegenheit kompensieren können, haben uns nach jedem Ball geworfen und Leidenschaft und Einsatz gezeigt, leider sind wir dafür nicht belohnt worden“, musste Skiba feststellen. „Der Akku war einfach aufgrund der personellen Situation leer, gerade weil auch Gordon Reckinger früh im dritten Viertel und Sebastian Wieczorek zu Beginn des vierten Viertels mit dem jeweils fünftes Foul das Feld verlassen mussten. Daniel Schimpke ist dazu noch umgeknickt und kassierte ebenfalls sein fünftes Foul. Personell konnten wir dann in der Schlussphase nicht mehr wechseln, während der Gegner munter immer wieder frische Leute bringen konnte. Dazu mussten wir gerade am Schluss einige Pfiffe hinnehmen, die die Moral völlig gebrochen haben. Ein Schwelmer Spieler bekam am Schluss in jeder Offense Freiwürfe, auch wenn er nur über seine eigenen Beine gestolpert ist..." Nun gilt es in der kommenden Woche wieder hart zu arbeiten, um dann endlich am nächsten Samstag in Heimspiel gegen die AstroStars den ersten Sieg perfekt zu machen. Skiba: "Ich gehe davon aus, dass sich unser Lazarett lichtet und zumindest Fabian Kaiser, Paul Meyer und Max Schmidt wieder spielen können.“
Punkte: Wieczorek (15), Schimpke (12), Thiele (8), Skiba (8), Reckinger (6), Langenberg (4), Block (3), Bourscheidt (0)
Viertelergebnisse: 18:8, 18:18, 20:23, 21:7
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