Wie im letzten Jahr holte der TV Westrich auch dieses Mal den dritten Tabellenplatz. Zu wenig, denn eigentlich wollten die Dortmunder den Durchmarsch in die Oberliga machen. Aber ein Patrick Kivuvu-Mbuki reicht halt nicht aus, um alle fast alle Spiele zu gewinnen.
Westricher Personaldecke zu dünn
Zu dünn war die Personaldecke der Mannschaft von Trainer Rolf Thymm. Oft mussten die Westricher mit sieben oder acht Spielern antreten. Zudem sorgten zahlreiche Unbeherrschtheiten einiger Akteure für mächtig Ärger. Anfang der Saison sah es noch gut aus. Vier Siege, darunter auch zwei gegen die direkte Konkurrenz aus Hamm und Kaiserau. Es folgten jedoch drei Niederlagen in Folge, die so sicherlich nicht einkalkuliert waren, vor allem die Partie gegen Herne (103:110) hätte nicht verloren werden dürfen. Das zeigte jedoch auch das Manko des TVW deutlich auf: während die Offensive jeden Gegner der Liga bezwingen kann, hatten die Dortmunder häufig nicht den nötigen Ehrgeiz, um konsequent zu verteidigen.
Mit der vierten Saisonpleite gegen den TV Gerthe war der Zug nach oben dann völlig aus der Bahn geraten. Es folgten zwar wieder vier lockere Siege, bei denen die Westricher immer nah an oder über der Hundert-Punkte-Marke waren. Doch zwei weitere „Nackenschläge" gegen Derne und Südpark ließen am Ende nur den dritten Platz herausspringen, der mit einem knappen 59:56-Erfolg gegen Gerthe gefestigt wurde.
Angriff mit Oberliga-Niveau
Alles in allem ist der TV Westrich in diesem Jahr an sich selbst gescheitert. Der Dortmunder Angriff hat an guten Tagen sicherlich Oberliga-Niveau, aber die Verteidigung war häufig nicht gut und konstant genug, um den zweiten Platz anzugreifen. Im kommenden Jahr dürfte die Thymm-Truppe jedoch wieder zu den Aufstiegsfavoriten zählen.
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